Copyright: huber.huber and the authors
NEWS
**** AUSSTELLUNGEN & PROJEKTE ****
laufend / ongoing
**** GRUPPENAUSSTELLUNG An die Kunst glauben
Kunstmuseum Thurgau, Ittinger Museum, Kartause Ittingen, 8532 Warth CH
10. Mai bis 6. September 2026
Mit Werken von / with works by Marina Abramovic, Stéphanie Baechler, Regula Baudenbacher, Ulrich Bleiker, Gabriela Gerber und Lukas Bardill, huber.huber, Hedwig (Hedi) Huser, Martyna Marciniak, Marlies Pekarek, Veronika Spierenburg und Judit Villiger
Gerne wird behauptet, Kunst habe die Religion ersetzt. In den Museen der ehemaligen Kartause Ittingen haben wir das Glück, beides vorzufinden. Die Ausstellung zeigt Gegenwartskunst zum Thema Glauben – sei es im religiösen Sinn, aber auch in Bezug auf die Überzeugung, dass der Kunst eine spezifische Kraft und Bedeutung innewohnt, die keine andere Disziplin erfüllen kann. Die Ausstellung verweist dabei auch kritisch auf das Potenzial von Bildern, Fakt und Fiktion zu vermischen. An die Kunst zu glauben, bedeutet immer auch zu zweifeln.
**** GRUPPENAUSSTELLUNG Hinterm Horizont geht's weiter!
Kunstmuseum Olten, Kirchgasse 8, 4600 Olten
28.03. — 02.08.2026
Vernissage: 27.3.2026, 18.30 Uhr
Mirko Baselgia, Franziska Baumgartner, Beni Bischof, Sandra Boeschenstein, Mark Staff Brandl, Marianne Büttiker, Monika Dillier, Marc-Antoine Fehr, Sonja Feldmeier, Pawel Ferus, Noël Fischer, Lea Fröhlicher & Olivia Hegetschweiler, Monica Germann & Daniel Lorenzi, Andrea Good, Clare Goodwin, Regina Graber, Mireille Gros, Sabine Hagmann, Marianne Halter & Mario Marchisella, Hammer Band, Alex Hanimann, Arno Hassler, Andreas Hofer, Jan Hostettler, huber.huber (Markus und Reto Huber), Cécile Hummel, Chris Hunter, Monica Ursina Jäger, Daniel Karrer, Daniela Keiser, San Keller, Thomas Kneubühler, Isabelle Krieg, Hans Peter Litscher, Alexandra Meyer, Victorine Müller, Ursula Palla, Sandi Paucic & Clare Goodwin StudioK3, Philipp Schaerer, Sarina Scheidegger, Katja Schenker, Veronika Spierenburg, Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, Marion Strunk, Raphael Stucky, Regula Syz, Verena Thürkauf, Lex Vögtli, Markus Weiss, Nives Widauer, Haus am Gern (Barbara Meier Cesta & Ruedi Steiner), Florian Graf, Christina Hemauer & Roman Keller, Michael Meier & Christoph Franz, Bruno Streich, Rachel Bühlmann
Eine thematische Gruppenausstellung, die sich mit dem Zustand der Welt, mit Hoffnung und Zukunftsvisionen beschäftigt.
Zu Beginn der zweiten Corona-Welle liess der deutsche Rockmusiker Udo Lindenberg 2020 auf Youtube sein Stück «Horizont» spielen und schrieb dazu: «Harte Zeiten. Aber hinterm Horizont geht’s weiter, das ist ja wohl klar. […] ZUSAMMEN SIND WIR STARK. […] Haltet durch!» Lindenbergs Worte waren damals Durchhalteparole wie Zeichen der Hoffnung für seine Fans. Heute lesen sie sich wie eine düstere Vorahnung auf die aktuelle Weltlage, in der die Erosion demokratischer Werte Anlass zur Sorge gibt wie schon lange nicht mehr.
Das Museum nimmt Lindenbergs Apell – auch als Echo des museumseigenen Leitspruchs «Ensemble, c’est tout!» – auf und realisiert ein Projekt, das gleichermassen Ausstellung wie Bekundung ist. Es vereint persönliche Statements von Künstlerinnen und Künstler, die dem Museum besonders verbunden sind. Auf dem Boden geteilter Erlebnisse wächst ein Garten mit Früchten, die auch hinter dem Horizont und ausserhalb der Museumsmauern genossen werden können.
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vorschau / preview
**** GRUPPENAUSSTELLUNG Phantastische Flugobjekte
Hans Küchler und Verwandte
Hans Erni Museum, Verkehrshaus der Schweiz, Lidostrasse 5, 6006 Luzern
Anlässlich der Erschliessung des Nachlasses des Grafikers Hans «Kü» Küchler (1929–2001) im und durch das Kunstmuseum Olten zeigt das Hans Erni Museum in Kooperation mit der Oltener Schwesterinstitution und dem Verkehrshaus der Schweiz unter dem Titel «Phantastische Flugobjekte. Hans Küchler und Verwandte» eine Schau zu den Flugmaschinen- und Flugzeugzeichnungen des Künstlers.
Da das Fliegen, fliegende Wesen und Flugobjekte seit der Antike ein wichtiges Thema der Kunst sind, stehen dieser Präsentation Werke anderer Künstlerinnen und Künstler Jürg Benninger, Peter Chevalier, Hans Erni, Valerie Favre, David Favrod, David Fuhrer, Reto und Markus Huber, Huber.Huber, Hans Küchler, Rosa Lachenmeier, Wilhelm Morat, Camilo Salvador Díaz de Villalvilla Soto, Ursula Sax, Klaudia Schifferle, Roman Signer, Daniella Tuzzi, Peter Wüthrich, Robert Wyss sowie Objekte aus der Sammlung des Verkehrshauses gegenüber.
So entsteht ein Panorama eines zentralen Aspekts der europäischen Kunst, der auch Hans Erni als Künstler und Hobbypiloten theoretisch und praktisch besonders interessiert hat.
Die Ausstellung wird von einer Broschüre und einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm begleitet.
**** HUBER.HUBER Warten auf Flügel
Waschhaus | Alte Landstrasse 110b | 8800 Thalwil
12. Juni 2026 bis 23. August 2026
Das Waschhaus, Raum für zeitgenössische Kunst, ist eine Plattform für eingeladene Kunstschaffende sich mit dem Ort und mit dem vorgegebenen kuratorischen Jahresthema auseinanderzusetzten. Die Ausstellungen/Installationen können vom Fenster aus rund um die Uhr betrachtet und/oder gehört werden. Die Ausstellungen werden wo möglich mit Veranstaltungen, Podien, Performances, thematischen Spaziergängen, Lesungen usw. begleitet. Je nach Witterung auf dem Vorplatz Blumenhof oder in anderen geeigneten Räumen, insbesondere im Kulturcafé Pfistertreff. Das Programm im Waschhaus richtet seinen Schwerpunkt auf gesellschaftlich-kulturelle Inhalte. Im Jahr 2026 zum Thema «Zwischenräume». Das Jahresthema ist eine Einladung, Grenzen zu hinterfragen und neue Perspektiven auf das «Dazwischen» zu eröffnen. Zwischenräume können als künstlerische Strategien, als gesellschaftliche Fragestellungen oder als persönliche Erfahrungen in Erscheinung treten.
Die Installation "Warten auf Flügel" (2026) von huber.huber ist Teil der Ausstellungsreihe "Zwischenräume". Sie beschreibt ein geschlossenes, biotopartiges System als modellhaften Raum der Metamorphose. Schmetterlingspuppen markieren ein Stadium zwischen Ruhe und Werden, während ein künstlich erzeugter Luftstrom die Vorhänge – hochaufgelöste Scans von Schmetterlingsflügeln auf Seide – in flügelähnliche Bewegung versetzt. Der Raum bleibt geschlossen und ist ausschliesslich von aussen erfahrbar.
**** GRUPPENAUSSTELLUNG RITMUS DALLA VALLADA
Casa d’Angel, Lumbrein / Lumnezia
14. Juni 2026 – 9. Januar 2027
Eröffnung am Samstag, 13. Juni 2026, um 16 Uhr
Kurator Luciano Fasciati
Judith Albert, Karin Karina Bühler, Evelina Cajacob, frölicher bietenhader, huber.huber, Pascal Lampert, Isabelle Krieg, Peter Conradin Zumthor
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**** NEUE EDITION **** Edition für das Aargauer Kunsthaus
Friedensfahne 2025
erhältlich im Aargauer Kunsthaus
Baumwolle (OEKO-TEX) bestickt, Metallösen
Karte "Menschen, liebet einander"
Format: 70 x 50
Auflage: 20 + 6 AP
CHF 300.00 / Mitglied Kunstverein: CHF 250.00
Die Edition kann nur vor Ort gekauft werden.
Unsere neue Friedensfahne verbindet die weisse Fahne mit der Regenbogenfahne.
Der Regenbogen entsteht durch die Brechung, Streuung und Reflexion von weissem Licht in Wassertropfen. In unserer Flagge greifen wir das Phänomen der Lichtfarben auf, indem wir das Prinzip der additiven Farbmischung darstellen. Abweichend von den üblichen Darstellungen haben wir das Zentrum der Farbkreise als Kreis gestaltet - ein Symbol für die Erde und gleichzeitig ein Ausdruck des Friedens. Dieses ruhige Zentrum hält die gesamte Fahne zusammen. Das Symbol ist auf weissem Hintergrund platziert.
Wir verzichten bewusst auf alle Urheberrechte an diesem Friedenssymbol und stellen es der Allgemeinheit ohne Einschränkungen zur Verfügung. So kann es frei verwendet und verbreitet werden - ein Friedenssymbol, das allen gehört.
Seit der Antike steht die weisse Fahne für Frieden und Neutralität. Im Krieg signalisiert sie die Bereitschaft zu Friedensverhandlungen oder zur Kapitulation. Über Jahrhunderte hinweg war sie in verschiedenen Kulturen eines der stärksten Symbole für den Wunsch nach einem Ende der Gewalt.
Die Regenbogenfahne hat ihre Wurzeln in der Friedensbewegung des 20. Im Jahr 1913 entwarf der amerikanische Geistliche James William van Kirk eine „Friedensfahne“ mit Regenbogenstreifen, die er auf seinen Friedensreisen durch Europa mit sich führte. Später übernahm der Weltfriedenskongress dieses Design als Symbol für den Weltfrieden. 1961 entwarf der italienische Friedensaktivist Aldo Capitini die „Bandiera della Pace“, die seitdem als internationale Friedensfahne gilt. Besonders 2003 wurde sie im Protest gegen den Irakkrieg zum sichtbaren Zeichen des Widerstands gegen militärische Konflikte. Auch die LGBTQ+-Bewegung hat die Regenbogenfahne als starkes Symbol für Vielfalt und Gleichberechtigung geprägt. 1978 entwarf der amerikanische Künstler Gilbert Baker eine ähnliche Regenbogenfahne, die heute weltweit als Zeichen für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender-Personen steht.
Unsere Friedensfahne wird als Edition im Rahmen der Ausstellung „Modell Neutralität“ im Aargauer Kunsthaus präsentiert. Die Ausstellung hinterfragt die Bedeutung von Neutralität - sowohl im politischen als auch im kulturellen Kontext. Sie zeigt, dass Neutralität nicht nur die Abwesenheit von Parteinahme bedeutet, sondern auch eine bewusste Haltung des Dialogs und der Verständigung sein kann. Die Friedensfahne fügt sich in diese Thematik ein, indem sie eine Verbindung zwischen verschiedenen friedensstiftenden Symbolen herstellt und zum Nachdenken über Einheit in einer polarisierten Welt anregt.
Die Fahne ist gestickt und wird vom Aargauer Kunsthaus als signierte und nummerierte Edition angeboten. Dank einer Imprägnierung kann sie sowohl drinnen als auch draussen verwendet werden. Jede Fahne ist in einer Metallbox verpackt und wird von einer Originalkarte der Installation „Menschen, liebet einander“ (2010) begleitet.
Die Karte erinnert an den Pazifisten Max Daetwyler (1886-1976), der sein Leben dem Weltfrieden und der Abrüstung widmete. Auf seinen Reisen zu den Machtzentren und Krisenherden der Welt setzte er sich unermüdlich für den Frieden ein - oft unter grossen persönlichen Opfern. 1934 plante er, in Deutschland Karten mit der Aufschrift „Menschen, liebet einander“ zu drucken und auf der Strasse zu verteilen. Die Gestapo verhinderte jedoch die Verteilung, und die Karten wurden nie gedruckt. Im Jahr 2010 haben wir Daetwylers Idee aufgegriffen und 5000 Karten in seinem Sinne drucken lassen - als Erinnerung an seinen unermüdlichen Einsatz für den Frieden und als Mahnung, wie wichtig das aktive Bemühen um Frieden ist - gerade angesichts der aktuellen geopolitischen Lage.