HUBER.HUBER

Copyright 2018

Hello darkness, my old friend
Naturhistorisches Museum Bern, Bernastrasse 15, 3005 Bern

Dezember 2018 bis Dezember 2019
Eröffnung Donnerstag, 20. Dezember 2018

Die Welt ist noch nicht untergegangen, das Ende ist offen. Die Ausstellung «Weltuntergang – Ende ohne Ende», die vor einem Jahr eröffnet wurde, schliesst deshalb nicht mit einem Fazit, sondern mit einem künstlerischen Beitrag auf Zeit. Nach Beni Bischof hat nun das Künstlerduo huber.huber mit einer Installation den letzten Raum der Ausstellung gestaltet. «Hello Darkness, my old friend», eröffnet am 20. Dezember.

Das Ende ist offen: Das gilt nicht nur für unseren Planeten, das gilt auch für die Wechselausstellung «Weltuntergang – Ende ohne Ende», die vor einem Jahr geöffnet hat (voraussichtlich bis Ende 2022). Daher nennt sich der siebte und letzte Raum «Das offene Ende». Die Spielregel, die sich das Museum gegeben hat, ist einfach: Eine Künstlerin oder ein Künstler wird eingeladen, für die Dauer eines Jahres den letzten Raum zu gestalten und damit einen spezifischen Schlusspunkt zu setzen. Auf diese Weise wird «Weltuntergang» über die Jahre hinweg immer wieder vom Ende her neu kommentiert; der Umbau erfolgt jeweils vor den Augen des Publikums, bei geöffneter Ausstellung. Die Installation Fist Teeth Money von Beni Bischof hatte diese Reihe mit einem spektakulären Mix aus unterschiedlichsten Lebens- und Medienrealitäten eröffnet.

Und nun huber.huber: Das Zürcher Künstlerduo nimmt mit einer raumgreifenden Installation die Thematik der Vergänglichkeit auf. «Hello darkness, my old friend» heisst das eigens für die Ausstellung entwickelte Werk. Der Titel bezieht sich auf den Song «The Sound of Silence» von Simon & Garfunkel. Der Song beginnt mit den Worten «Hello darkness, my old friend / I’ve come to talk with you again». Das Lied handelt von der Gleichgültigkeit der Menschen, aber auch vom Mangel an Kommunikation, von der Unfähigkeit zuzuhören und dem Verlust an Menschlichkeit. Die Installation zelebriert das Verschwinden des eigenen Ichs, spielt aber auch mit der Sehnsucht, sich in Nichts aufzulösen und einfach zu verschwinden in Stille und Dunkelheit. Zurück bleibt hier die Hülle des menschlichen Körpers und Träume. Farbige kleine traumartige Filme auf Smartphones zeigen poetische Szenen des Alltags, mal hoffnungsvoll, dann wieder melancholisch – der Mensch selber ist abwesend.

Ist die Szenerie des «offene Endes» von huber.huber ein Traum oder Albtraum? Überlebt uns die Technik, die von uns geschaffene künstliche Intelligenz oder die Natur? Ist es eine Prophezeiung? Also unser Ende vor dem endgültigen Ende in zwei Milliarden Jahren?