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laufend / ongoing______________________________________________

**** Selbstoptimierung - Ist gut nicht gut genug?
Vögele Kultur Zentrum, Gwattstrasse 14, 8808 Pfäffikon SZ

27. Mai bis 30. September 2018

Ist gut nicht gut genug? Warum fordern wir so viel von uns?

Leisten Sie genug? Verbringen Sie Ihre Freizeit sinnvoll? Fordern Sie Ihren Geist ausreichend? Sind Sie körperlich richtig fit?

In der aktuellen Selbstoptimierungskultur haben sich die Lebensbereiche vervielfacht, in denen wir den Anspruch erheben, ein Optimum erreichen zu müssen. Längst geht es nicht mehr nur darum, die Bauchmuskeln zu stärken. Wir wollen auch die Arbeitsproduktivität, die Partnerwahl, die Freizeiterlebnisse und die geistige Flexibilität optimieren.

Selbstoptimierung bedeutet, Merkmale der eigenen Person zu verbessern. Die Fähigkeit, an sich selbst zu arbeiten und sich dadurch zu entwickeln, zeichnet den Menschen aus und allein das Streben nach einem Ziel kann uns bereits in ein Hoch versetzen. Doch nicht immer finden wir das richtige Mass. Die Ansprüche an uns selbst werden oftmals unrealistisch hoch und die Wünsche derart mannigfach, dass sie auch die cleverste Smartphone-App nicht mehr unter einen Hut bringt. Der menschliche Antrieb nach persönlicher Entwicklung kann in Unzufriedenheit, Stress und Erschöpfung münden. Selbstoptimierung wird dann zum Lauf im Hamsterrad.

Anhand von Gegenwartskunst, medialen Exponaten, wissenschaftlichen Beiträgen und Alltagskultur geht die Ausstellung zur Selbstoptimierung unter anderem folgenden Fragen nach:

Hat uns der Ruf nach «höher, schneller, weiter» im Griff? Ist die Freizeit die Arbeit von heute?Bietet uns der eigene Körper grenzenlose Möglichkeiten?Welche Chancen haben unsere Kinder?Was genau motiviert uns zur Selbstoptimierung?

Und wohl als Kerngedanke der Ausstellung gilt: Ist in einer Zeit, in der alles möglich scheint, gut nicht auch mal gut genug?

Die Ausstellung zeigt Werke folgender Kunstschaffender: Muriel Baumgartner, Blunt x Skensved, Jacob Dahlgren, Natan Dvir, Ed Fornieles, Agi Haines, Neil Harbisson, Sarah Hepp, Huber.Huber, Evija Laivina, Silvio Lorusso, Stefan Panhans, Anne-Julie Raccoursier, Hans Thomann, Alexandra Uehlinger

Kuratorium: Vögele Kultur Zentrum, Simone Kobler; André Utzinger

**** TEKTONIK – EINE WANDERAUSSTELLUNG
www.tektonik.ch/wanderausstellung/

Während der Wandersaison, konkret vom 14. Juli bis 21. Oktober 2018, wird in rund zwanzig Berghütten und Orten im Welterbe-Perimeter (GL, GR, SG) eine Wander-Ausstellung eingerichtet.

The Alpinist, Ueli Alder, Reto Camenisch, Delphine Chapuis Schmitz, Les Frères Chapuisat, Com&Com, H.R. Fricker, Gilgi Guggenheim, Andy Guhl, Huber.Huber, Sasha Huber, Pascal Lampert, Josef Felix Müller, Laurence Piaget, Elodie Pong, Patrick Rohner, Katja Schenker, Studer/van den Berg, Lucie Tuma, Fridolin Walcher

Für einmal wandern dabei aber nicht die Kunstwerke (von einer Kunstinstitution in die nächste), sondern der Besucher muss den Weg von Hütte zu Hütte, von Kunstwerk zu Kunstwerk selbst unter die Füsse nehmen und sich so die Ausstellung erwandern. Wer die ganze Ausstellung und alle Kunstwerke, sprich alle Hütten besuchen möchte, muss wohl mehrere Tage einplanen oder dies in Etappen tun.

Pro Hütte/Ort wird je eine künstlerische Position zu erleben sein, die sich mit dem Thema Berg, Alpenbildung und Tektonik beschäftigt. Zur Ausstellung erscheint das TEKTONIK Programm, welches in den Hütten/Orten aufliegt und auch als Ausstellungskatalog funktioniert. Als spielerische Mitmachaktion kann man in den Berghütten einen TEKTONIK Sticker des entsprechenden Kunstwerks mitnehmen und auf eine Sammelkarte kleben. Mit einer vollen Karte sind attraktive Preise zu gewinnen (Verlosung am 4.11. in Bad Ragaz). Angesprochen werden Tages- und Hüttengäste, Wanderer, Kunstinteressierte, Touristen und Einheimische.

Kuratiert wird die Ausstellung von Johannes M. Hedinger.

Die Vernissage findet am Samstag 14. Juli in und um Sankt Martin statt (ab Mittag geführte Wanderung, 17h Begrüssung, 19h Konzert und Performance). Das detaillierte Programm, alle Events, Werk- und Künstlerinformationen, Hüttenzuordnung und Wandertips (inkl. Karten) werden an dieser Stelle anfangs Juni veröffentlich.

Beteiligte Hütten und Orte:

GL: Äugstenhütte, Martinsmadhütte SAC, Restaurant Talalpsee, Segnespass Mountain Lodge, Tschinglenwirtschaft
GR: Bergrestaurant Eggwald, Berggasthaus Überuf Kunkelspass, Ringelspitzhütte SAC, Segneshütte, Berggasthaus Naraus, Alp Nagens, Berghaus Bargis
SG: Alte Post Weisstannen, Berggasthaus Murgsee, Laufbodenstübli, Pizolhütte, Sankt Martin, Sardonahütte SAC, Spitzmeilenhütte SAC

**** Wo deine Füsse stehen…
25 Jahre Kunsthalle Arbon
19. August bis 23. September 2018

BGL, Sven Bösiger, C K Ö, Bildstein / Glatz, Christian Gonzenbach, Bob Gramsma, Hemauer / Keller, Remo Hobi, huber.huber, Anita Kuratle , Simon Ledergerber, Esther Mathis, Pfelder, U5, Simone Zaugg

Seit einem viertel Jahrhundert zeigt die Kunsthalle Arbon in dem eindrücklichen, ehemaligen Industriebau zeitgenössische, installative Kunst. Dieses Jubiläum wollen wir gebührend feiern! Eingeladen, das Fest zu gestalten, sind die Kunstschaffenden, die in den letzten fünf Jahren bei uns ausgestellt haben.

Da die Auseinandersetzung mit Räumlichkeit bei uns stets essentiell ist, steht das Thema «Raum» im Fokus der Gruppenschau. Es geht also um einen Begriff, mit dem sich die Natur- und Geisteswissenschaften seit jeher befassen und der schon längst nicht mehr nur als architektonische Struktur gedacht wird. Vielmehr existieren heute verschieden Raumkonzepte nebeneinander, und angesichts der virtuellen, auf uns zugeschnittenen «Bubbles», in denen wir uns alle vermehrt bewegen, gewinnt die Frage nach der subjektiven Raumwahrnehmung zunehmend an Bedeutung. Die deutsche Band «Element of Crime» hat die berühmte Songzeile verfasst: «Wo Deine Füsse stehen, ist der Mittelpunkt der Welt». Wie manifestiert sich eine solch Ich-zentrierte Raumdeutung? Welche Herausforderungen und Potentiale ergeben sich daraus? Welche alternativen Raumauffassungen sind denkbar? Rund sechzehn Kunstwerke geben in unserer Jubiläumsschau mögliche Antworten auf diese Fragen.

**** Stadt Land Fluss
akku Kunstplattform, Gerliswilstrasse 23, CH-6020 Emmenbrücke

1. September - 4. November 2018

„Raus in die Natur! Wie will man auch leben im Dschungel der Stadt“, schrieb der römische Dichter Juvenal. Seit jeher pflegt der Mensch ein ambivalentes Verhältnis zur Natur. Wir zäunen sie ein und definieren sie gleichzeitig zum Sehnsuchtsort. Schön portioniert erholen wir uns in ihr, gehen wandern, picknicken und Stand Up paddeln. Ebenso stören wir uns an ihr, jäten Unkraut, stauen Seen und kanalisieren Flüsse. In den Agglomerationen kommt die Natur oft zu kurz. Ursprünglich ländliche Gegenden sind zu suburbanen Zentren geworden. Als Gegenwelten zu Industrie und Verkehr werden begrünte Balkone, putzige Schrebergärten oder Waldspielgruppen zu kleinen Refugien für den Menschen.

Auf dem Viscosi-Areal in Emmenbrücke gelegen, befindet sich die akku Kunstplattform zwischen Stadt und Land, zwischen Kleiner Emme und Reuss, zwischen Verkehrsknotenpunkt und Naherholungsgebiet. Angelehnt an den Namen des bekannten Quizspiels, nimmt die Ausstellung die Lage von akku zum Ausgangspunkt für eine spielerische und facettenreiche Zusammenstellung an Beiträgen zeitgenössischer Kunst sowie einer Auswahl aus der Sammlung der Gemeinde Emmen. Ergänzt wird die Schau durch ein umfangreiches Begleitprogramm mit Quizabenden, Ausflügen, Pflanzaktionen und brückenbauenden Gesprächen.

vorschau/upcoming _______________________________________________

PROJECTS___________________________________________________________

**** Saiten Magazin "Blickwinkel"

huber.huber und die Schöpfungsgeschichte

Für Saiten haben huber.huber zu ihrer Arbeit Sechstagewerk (es war finster auf der Tiefe) 2014 bis 2016 aus der biblischen Schöpfungsgeschichte Genesis, 1. Buch Mose (Luther Übersetzung), Textpassagen hinzugefügt. Losgelöst und im neuen Zusammenhang mit den einzelnen Collagen ergeben sich neue Blickwinkel und Geschichten.

Seit 2005 arbeiten die Zwillinge Reto undMarkus Huber, geboren 1975 in Münsterlingen, als Künstlerduo huber.huber zusammen. Ihre Collagen, Zeichnungen, Objekte und Installationen setzen sich konsequent mit der ambivalenten Beziehung zwischen Kultur und Natur auseinander, wobei hinter poetischen Bildern Abgründe des Menschen und seiner Beziehung zur Natur sichtbar werden. Charakteristisch für ihr vielschichtiges Werk ist die Verbindung von poetischer Leichtigkeit mit einem Sinn für Ironie, Skurrilität und unterschwellig Bedrohliches.

Sechstagewerk (es war finster auf der Tiefe) sind dreiteilige Collagen, in denen die einzelnen, aus Büchern und Magazinen stammenden Bildelemente zu klassisch nebeneinander oder übereinander liegenden Triptychen zusammengestellt sind. Natur und Technik, Pflanzen, Tiere und Menschen mit ihren vermeintlichen zivilisatorischen Errungenschaften stehen sich in anspielungsreichen, subversiven
Collagierungen gegenüber. Die Auslegung der Bibelstelle zur Schöpfung der Welt in sechs Tagen (1. Buch Mose), in der Gott die Menschen auffordert, sich die Erde untertan zu machen und über Tier- und Pflanzenwelt zu herrschen, wird in dem Gegenüber von Natur und Künstlichkeit, aber auch Überzüchtung und Verwüstung anschaulich gemacht.

https://www.saiten.ch/

**** Die beiden Aussenprojekte INKREIS (2012) und FINDLING VANITY NO. 1 (2010) sind bis auf weiteres zu sehen:

INKREIS (Leihgabe Stadt Chur): Fontanapark Chur
http://www.art-public.ch/fontanapark.html

FINDLING VANITY NO. 1 (Leihgabe Froh Ussicht): Froh Ussicht, Samstagern
http://www.frohussicht.ch/

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EDUCATIONAL: A WIE ATELIER

Angebot der Bildungsdirektion des Kantons Zürich

Link

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Museo Cantonale d'Arte, Lugano

huber.huber (Markus Huber, Reto Huber)
From the series Leichter als 21 Gramm, 2008:

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