HUBER.HUBER

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nature revisted

Subsitut Berlin
1.9. - 17.12.2007

Kurator / Curator: Urs Küenzi

Künstler / Artists: Marianne Engel, Jérémie Gindre, Raphael Hefti, huber.huber, Patrizia Karda, Monica Studer & Christoph van den Berg, Markus Müller, Jules Spinatsch, Peter Stoffel, Christian Vetter

Am 21. September eröffnet das Substitut die Gruppenausstellung „ nature revisited “. Ein Ausgangspunkt für die Ausstellung ist die Frage, welche Themen man als typisch schweizerisch verstehen würde. Die Schweiz wird von Aussen, neben Schokolade, Uhren und Banken immer mit Natur in Verbindung gebracht. Die Schönheit des Landes ist natürlich einerseits ein Klischee, andererseits aber auch Teil der nationalen Identität, wenn nicht gar des nationalen Stolzes. Vielleicht war für Künstler/innen gerade deshalb Natur als Thema in den letzten Jahren tabu. In letzter Zeit setzen sich Kunstschaffende wieder vermehrt mit Natur auseinander. Die Ausstellung vereint kritische und humorvolle, magische, überwältigende und gefährlich wilde Arbeiten. So müssen die Ameisen in den terrarienartigen Objekten des Zwillingspaars huber.huber (Zürich) aufpassen, wohin sie krabbeln, sonst tappen sie Ameisenlöwen in die Falle. Auf Collagen in Sammelbuch-Ästhetik kämpfen derweil Menschen gegen riesige Schmetterlinge...
Bereits tot ist die mumifizierte Katze, die Marianne Engel (Zürich) fotografiert hat. Kombiniert mit zwei Waldaufnahmen entfaltet sich ein morbider Charme. Marianne Engels Blick und Lichtführung unterstreicht die mystische Seite der Natur. So wird die Wildschweinkuhle auf einem Bild fast zu einer Kultstätte.
In gewisser Weise verfährt Jules Spinatsch (Zürich) ähnlich. Die bei Nacht aufgenommenen, präparierten Skipisten könnten das surreale Setting eines Science-Fiction Films sein. Im Kontrast dazu steht seine Serie Inventar. Hier rückt er die grosse Maschinerie, von welcher der Skisport und seine Events begleitet werden ins Zentrum.
Ebenfalls bei Nacht fotografiert Raphael Hefti (Biel) Berge. Er beleuchtet diese mit Leuchtraketen und ermöglicht so einen ungewohnten Blick auf die Erhabenheit von Berglandschaften.
Beim Künstlerpaar Monica Studer / Christoph van den Berg (Basel), sind die Alpen am Computer entworfen. Die beiden haben u.a. den Schweizer Pavillon für die Weltausstellung in Japan (2005) gestaltet. Bekannt ist auch ihr virtuelles Hotel „Vue des Alpes“ (www.vuedesalpes.com), welches allerdings bis auf weiteres ausgebucht ist. Im Substitut haben die Besucher/innen aber Gelegenheit, zumindest ein Zimmer zu besuchen, den „TV Room“ und sich interaktiv umzuschauen.
Künstlich sind auch die Steinplastiken von Markus Müller (Basel), nämlich aus Spanplatten, Dachlatten oder Sperrholz. Der Künstler setzt quasi die Ästhetik der virtuellen Realität in reale Plastiken um. Müller verbindet Trompe-l’oeil-Strategien mit Möbeldesign und schafft damit teilweise absurde Objekte.

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